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40 | TRAiNiNG Nr. 8/10
Die Hirnforschung hat es längst schon deutlich gemacht: Konzentriertes,zielorientiertes Arbeiten ist kaum länger als 50 Minuten möglich. Trotzdem erwarten Vorgesetzte ein nunterbrochenes,produktives Arbeiten – mindestens bis zur Mittagspause und dann bis zum Abend weiter. Unkonzentriertheit tritt aber zwangsläufig nach kurzer Zeit auf und führt in der Folge zu Fehlern.
Dabei ist heute aus allen Wirtschaftszweigen bekannt, wie mühsam, arbeits- und kostenintensiv Fehlerbehebung ist.
Eine weitere Folge des ununterbrochenen Arbeitens, speziell an einem Computerarbeitsplatz, ist auch die Überanstrengung der Augenmuskulatur. Kopfschmerzen, Sehstörungen und die Förderung von Migräneanfällen sind die Folgen. Die unveränderte Körperhaltung am Arbeitsplatz ruft Muskelverspannungen im Bereich der Halswirbelsäule und Kreuzschmerzen hervor. Am Abend ist man schließlich völlig erschöpft, lustlos und was am schlimmsten ist: schlecht gelaunt. Schlechte Laune beeinflusst aber unser Immunsystem extrem negativ. Infektanfälligkeit und Krankenstände sind vorprogrammiert.
Seit Jahrtausenden sind nun die vielfältigen positiven Wirkungen von Duftstoffen bekannt. Längst schon weiß die Medizin, warum das Riechorgan so extrem rasch unsere Körperfunktionen beeinflusst: Der Riechnerv ist Teil des ersten Nervensystems, das in der Evolution der Lebewesen entstanden ist. Das Überleben der Individuen wurde dadurch gesichert, dass sie »Gefahr witterten« und sichere Situationen wahrnehmen konnten.
Aus diesem Grund funktioniert die Reizweiterleitung und -verarbeitung ganz einfach und extrem rasch. Leider nutzt die moderne Medizin die einfache Behandlungsmöglichkeit mit Duftstoffen trotz vorhandenem Wissen viel zu wenig. Auch dieHirnforschung hat bewiesen, dass die physiologische Verknüpfung mit dem Bilderinnerungsvermögen dazu führt, dass Düfte extrem rasch Bilder im Kopf erzeugen.
Die Ärztin Dr. Cordula Greger-Arnhof, MAS sagt: »Versuchen Sie sich an den Duft im Kleiderkasten Ihrer Großmutter zu erinnern: In den meisten Fällen roch es dort nach Lavendel. Wenn Sie nun ein gutes Verhältnis zu Ihrer Großmutter hatten, wird Sie der Duft eines Lavendelkissens mit Freude in Ihre Kindheit zurückversetzen. In Abhängigkeit davon, ob Sie Ihre Großmutter mochten oder nicht, werden Sie den Lavendel gerne riechen – oder verabscheuen. Wenn Sie an einer Pizzeria vorbeigehen, erinnert Sie der Geruch von Basilikum und Oregano blitzartig an den letzten Urlaub in Italien. Diese angenehmen Vorstellungen führen im EEG nachweislich zum Auftreten der ›Alpha-Frequenz‹, die einem Entspannungszustand entspricht.
Diese Verknüpfung kann man nun äußerst wohltuend nutzen, um sich in Bruchteilen von Sekunden durch die Wahrnehmung eines angenehmen Duftstoffes gedanklich in eine wohltuende Entspannung zu versetzen. Unwillkürlich atmet man bei einem ansprechenden Aroma auch tief ein: das Ergebnis ist in einem Absinken der Herzfrequenz und des Blutdrucks sicht- und messbar, weil durch die ruhige, tiefe Atmung blitzartig eine Aktivierung des Parasympathikus auftritt – des Teils des Nervensystems, der u. a. für Entspannung zuständig ist.«
Kehrt man danach wieder an seinen Arbeitsplatz zurück, fühlt man sich erfrischt. Gute Laune und gesteigerte Leistungsfähigkeit sind das Resultat. Regelmäßige Anwendung von duftreichen Pausenerlebnissen bewirken, dass man den Heimweg in zufriedenem – und nicht in ausgelaugtem Zustand – antreten wird.
»Wenn Sie nun herausfinden möchten, welcher Duft für Sie am besten geeignet ist, um rasch diese positiven Wirkungen auszulösen «, empfiehlt Cordula Greger-Arnhof, »müssen Sie sich ungefähr 20 Minuten Zeit für eine professionelle Duftberatung nehmen. In Betrieben kann diese Beratung auch in Form einer kleinen Gruppe erfolgen. Danach sind Sie im Besitz eines kleinen Fläschchens, das Sie in Bruchteilen von Sekunden aus jeder stressigen Situation und jedem Ärgernis herausholt. Es kann Sie gedanklich und empfindungsmäßig buchstäblich in Ihr persönliches ›Duft-Wonderland‹ versetzen und dadurch eine Stärkung
Ihrer Leistungsfähigkeit und Ihrer Kreativität bewirken. Darüber hinaus schützt es Sie vor Infektionen und durch Verspannung der Muskulatur ausgelöste Erkrankungen des Bewegungsapparates.
Gönnen Sie sich 3 – 4 Mal am Tag diese Entspannungsminuten – eine kurze Zeitinvestition, die hervorragende Verbesserungen bewirkt. Probieren Sie es einfach aus – Sie werden begeistert sein!«
Gesundheitsförderung zur Stressbewältigung, Raucherentwöhnung
Termin nach Vereinbarung unter 0650/8693456
Mail: cordula@greger-arnhof.at
www.greger-arnhof.at
