Erläuterungen

Schulmedizinische Schmerzmedikation

Aus der jahrelangen Erfahrung mit meinen Patienten zeigt sich, dass die Betrachtung des Patienten aus der Perspektive eines einzelnen Facharztes – z.B. Orthopäde, Neurologe, Unfallchirurg – oft nicht zur gewünschten Schmerzfreiheit führt.
Schmerzen sind nämlich oft durch ein bestimmtes Organ – wie Wirbelsäule oder Gelenke – ausgelöst, erreichen ihr endgültiges Bild jedoch erst durch das Zusammenspiel mehrere Faktoren.
Sehr oft kommen Unglück über die Behinderung im Tagesablauf, das Gefühl, seinen Pflichten nicht nachkommen zu können oder Stimmungstiefs erschwerend hinzu.
Die Anästhesie und Intensivmedizin ist als Fachrichtung insoferne eine besondere Grundlage für die Schmerzbehandlung, weil der Anästhesist von jeher dazu erzogen wird, den Patienten als Ganzes zu betrachten.
Der Narkosearzt ist nicht nur für die Schmerzfreiheit des Patienten verantwortlich, er muss sich auch um die Kreislauffunktion, Diabetesbehandlung, Nierenfunktion und Lungenfunktion seines Patienten kümmern, um ihn gut über die Zeit vor, während und nach der Operation zu bringen.
Aus dieser Perspektive heraus habe ich auch die Schmerzen meiner Patienten immer in einem Gesamtbild betrachtet.
Gute Schmerztherapie fragt nicht nur nach Schmerzmittel, sondern passt sie in den Rest der medikamentösen Einstellung, die viele Patienten bereits mitbringen wie einen Puzzlestein in ein Puzzlebild hinein.
Als erfahrene Schmerztherapeutin kümmere ich mich auch nicht nur um das schmerzende Glied, sondern erfasse auch die Stimmungslage des/r PatientIn und trachte danach, positive Gedanken auszulösen und zu festigen.
Ich sehe den Patienten in seinem Tagesablauf und adaptiere komplementäre Massnahmen – wie Aromatherapie, TENS-Therapie oder Magnetfeld zur notwendigen schulmedizinischen Einstellung.